Das Umsatzsteuerrecht und Umsatzsteuergesetz

Umsatzsteuergesetz und Umsatzsteuerecht

 

Jeder Unternehmer gem. § 2 Umsatzsteuergesetz Umsatzsteuergesetz (UStG) (Gewerbetreibender, Freiberufler, Landwirt, Vermieter usw.) muss insbesondere seine steuerbaren Umsätze gem. § 1 Umsatzsteuergesetz (Lieferungen und Leistungen inklusive Entnahmen und unentgeltlichen Wertabgaben (Eigenverbrauch) gem. § 3 Umsatzsteuergesetz dem Finanzamt anhand der Umsatzsteuer-Voranmeldung gem. § 18 Umsatzsteuergesetz mitteilen.

Ausnahme: Kleinunternehmer gem. § 19 Umsatzsteuergesetz.

Sofern die Leistung gem. § 4 Umsatzsteuergesetz steuerbefreit ist, entsteht keine Umsatzsteuer. Ansonsten berechnet sich die Umsatzsteuer gem. § 10 Umsatzsteuergesetz aus dem Entgelt. Der anzuwendende Steuersatz beträgt gem. § 12 Umsatzsteuergesetz im Regelfall 19% und in besonderen Fällen (z.B. Bücher und Nahrungsmittel) dem ermäßigtem Steuersatz von 7% (Anlage ermäßigter Steuersatz Umsatzsteuersatz). Die Umsatzsteuer entsteht gem. § 13 Umsatzsteuergesetz mit Ausführung der Leistung und ist gem. § 16 Umsatzsteuergesetz nach vereinbarten Entgelten zu berechnen (Sollversteuerung). Ausnahme: Istversteuerung gem. § 20 Umsatzsteuergesetz.

Von der Umsatzsteuer kann der Unternehmer die sog. Vorsteuer gem. § 15 Umsatzsteuergesetz abziehen, d. h. die von ihm bezahlte Umsatzsteuer (Ausnahme beachten: nichtabziehbare Vorsteuer).

Der Voranmeldungszeitraum richtet sich nach § 18 Umsatzsteuergesetz. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist demnach monatlich,  vierteljährlich oder jährlich abzugeben. Existenzgründer müssen monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung muss bis zum 10. des Folgemonats beim Finanzamt eingegangen sein. Ausnahme: Dauerfristverlängerung. Bei der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung wird dann eine Sondervorauszahlung zum 10. Februar fällig (1/11 der letzten Jahressteuer), die mit der Dezember Umsatzsteuer-Voranmeldung wieder verrechnet wird.

Ob Sie Ihre Umsatzsteuervoranmeldungen richtig abgegeben haben,  kann durch eine Umsatzsteuer-Nachschau bzw. Umsatzsteuer-Sonderprüfung geprüft werden. Diese kann im Gegensatz zu einer regulären Betriebsprüfung auch ohne vorherige Ankündigung erfolgen.

Weitergehende Informationen zur Umsatzsteuer finden Sie hier:

 

Top Umsatzsteuer-Voranmeldung

 


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